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Übungsflugbetrieb

Die Bundeswehr ist konzeptionell auf eine Verteidigung im Rahmen von Bündnissen ausgerichtet. Das bedeutet einen hohen Anspruch an die Fähigkeiten der Streitkräfte, die auch im internationalen Verbund abrufbereit sein müssen. Aus diesem Grund nimmt die Bundeswehr an einer Vielzahl von internationalen Großübungen teil. Die meisten dieser Übungen finden im Ausland statt, jedoch werden einige auch hierzulande durchgeführt.

Während der Durchführung in Deutschland kann die Lärmbelastung in den von den Übungen betroffenen Regionen über das normale Maß hinausgehen. Es ist daher notwendig, die Bevölkerung über die Durchführung solcher Flugbewegungen zu informieren, um damit Verständnis für den entstandenen Fluglärm bei den Bürgern zu erwirken. Die „großen Übungen“ sind u.a. die Joint Air Warfare Tactical Exercise (JAWTEX) sowie die Vorbereitungsübungen der NATO auf die Aufgaben der NATO Response Force (NRF).

JAWTEX wurde erstmalig im Jahr 2014 als nationale Einsatzübung auf taktischer Ebene mit internationaler Beteiligung durchgeführt und soll voraussichtlich in einem zweijährigen Rhythmus wiederholt werden. Diese herausragende Großübung fasst frühere kleinere Übungsvorhaben zusammen und findet teilstreitkraftübergreifend (Heer, Luftwaffe, Marine) zu Land, in der Luft und auf See statt. An JAWTEX 2014 beteiligten sich etwa 100 Luft- sowie zahlreiche Bodenfahrzeuge und Schiffe der unterschiedlichsten Kategorien wie z.B. Strahlflugzeuge, Transport- und Aufklärungsflugzeuge, Hubschrauber, mobile bodengestützte Flugabwehrsysteme und Fregatten aus den teilnehmenden Staaten.

Das Übungsgeschehen konnte u. a. aufgrund der Einbeziehung der Land-, Luft- und Seestreitkräfte auf das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gleichermaßen verteilt werden. Durch die Verschmelzung der vorherigen einzelnen kleineren Übungen wurde eine deutliche Lärmentlastung der Bürger erreicht, da der Durchführungszeitraum sich erheblich verringerte und diese Großübung nur alle zwei Jahre stattfinden. Zugleich wird ein großes Übungsvorhaben dem Ansatz „Joint“ (Beteiligung aller Teilstreitkräfte) und „Combined“ (Beteiligung internationaler Streitkräfte) gerecht. Ein Beispiel für eine „Großübung“, an der nur Luftstreitkräfte beteiligt sind, stellt die in 2014 in Deutschland durchgeführte Übung NATO Tiger Meet dar. Diese NATO-Übung wird jährlich durchgeführt dient der Vorbereitung der „NATO Response Force“. Ziel dieser Übung ist die Integration der assignierten NATO-Verbände sowie eine Standardisierung des Leistungsspektrums. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Nationen steht dabei ebenfalls im Vordergrund.

Da die Gastgebernation innerhalb der NATO-Partner jährlich wechselt, wird Deutschland nur in unregelmäßigen, mehrjährigen Abständen Austragungsort dieser taktischen Übungen sein. Auch im Rahmen solcher Übungen wird auf die lokale Gegebenheiten und die Interessen der Bevölkerung Rücksicht genommen. So wird beispielsweise bei JAWTEX und bei den NATO-Übungen bereits in der Planung die Ferienzeit berücksichtigt und bewusst gemieden. Informationen zu aktuell laufenden Übungen finden Sie im Internet
unter www.bundeswehr.de.

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Stand vom: 28.06.17


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