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Militärische Flugplätze

Flugplätze sind für jeglichen Flugbetrieb von ganz besonderer Bedeutung. Zunächst sind Start und Landung entscheidende Phasen eines jeden Fluges, ein reibungsloser Ablauf ist ohne jede Einschränkung zu gewährleisten. Gleichzeitig konzentrieren sich die Luftfahrzeuge räumlich und kanalisieren ihre Routen. Das erzwingt einen standardisierten und geordneten Verkehrsfluss, wobei das Prinzip für kleine Sportflugplätze ebenso wie für Großflughäfen und militärisch genutzte Fliegerhorste dasselbe ist. Für alle Flugplätze existieren deswegen standardisierte und veröffentlichte An- und Abflugverfahren.

Hauptzweck dieser Verfahren ist die sichere und koordinierte Durchführung des Flugverkehrs. Dabei sind auch geografische Gegebenheiten zu berücksichtigen, beispielsweise, dass bewohnte Gebiete (vor allem Ballungszentren) möglichst nicht überflogen werden. Bei den An- und Abflugverfahren gibt es Sicht- und Instrumenten-flugverfahren. Letztere werden unterschieden nach Präzisions- und Nichtpräzisionsanflügen, die sich in der Genauigkeit der jeweils genutzten bord- oder bodenseitigen Instrumentierung unter-scheiden. Bereits bei der Flugplanung stellt sich die Besatzung je nach Flugzeugtyp, Wetterlage oder Ausbildungsauftrag auf eines der Verfahren ein. Sie muss die dafür notwendige Freigabe besitzen, z. B. über die entsprechende Navigationshilfen verfügen und die dazu notwendige Lizenz besitzen.

Unmittelbar vor dem Start bzw. der Landung erfolgt durch die Flugsicherung die Zuweisung des durchzuführenden Verfahrens, welches dann durch die Besatzung entsprechend der veröffentlichten Vorgaben abzufliegen ist: Exaktes Einhalten der Routen, Beachten der Mindestflughöhen, usw. Das ermöglicht den Fluglotsen wiederum, den Verkehrsfluss zu koordinieren, da sich Position und Bewegung der Luftfahrzeuge exakt voraussagen lassen und später auch die Übergabe mit nachfolgenden Flugsicherungsstellen sicher funktioniert. Abweichungen von diesen festgelegten Verfahren oder Routen sind nur nach vorheriger Absprache zwischen Flugsicherung und Besatzung und in Notfällen zulässig.

Kontrollzonen markieren den Verantwortungsbereich der An- und Abflugkontrolle, sowie des Kontrollturms (Tower) an einem militärischen Flugplatz. Innerhalb der Kontrollzone wird der Endanflug bzw. der Abflug, sowie lokale Verfahren wie z.B. die Flugplatzrunde, also das Fliegen in Platznähe mit mehrmaligem Aufsetzen auf der Landebahn, durchgeführt. Je nach Standort und Größe des Flugplatzes variieren die Höhe und der strukturelle Aufbau der Kontrollzone, um eine sichere und effiziente Abwicklung des Flugverkehrs zu gewährleisten. Prinzipiell unterscheiden sich die militärischen CTR nicht von den zivilen. Eine Kontrollzone ist immer während der Flugplatzöffnungszeiten „aktiv“, d.h. die dortigen Sonderregelungen gelten nur dann.

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Stand vom: 13.07.17


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