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Entwicklung des militärischen Flugbetriebs seit 1990

Der militärische Flugbetrieb in Deutschland hat sich in den letzten drei Jahrzehnten deutlich verändert. Art und Umfang der Einsätze von militärischen Luftfahrzeugen aber vor allem auch ihre Wahrnehmung stellen sich heute völlig anders dar, als dies früher der Fall war. Ab der Mitte des letzten Jahrhunderts während der Zeit des sogenannten „Kalten Krieges“ waren auf den Gebieten der beiden deutschen Staaten (Luft-)Streitkräfte der NATO auf der einen und des Warschauer Paktes auf der anderen Seite stationiert.

In der Bundesrepublik Deutschland betrieben neben der Bundeswehr auch die US Air Force, die britische Royal Air Force, die belgischen Streitkräfte und die Royal Canadian Air Force eigene Fliegerhorste; in der Deutschen Demokratischen Republik waren es die Nationale Volksarmee und die Westgruppe der sowjetischen Luftstreitkräfte, bzw. später der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Insgesamt wurden in beiden Staaten über 100 größere und kleine Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze betrieben, 2.243 Kampfflugzeuge sowie zusätzlich Transportmaschinen und Hubschrauber führten jährlich hunderttausende Stunden Einsatz-, Ausbildungs-, Trainings-, Schul- und Testflüge durch. Sie bewegten sich dabei in allen Höhenbändern, vom taktischen Tief- und Tiefstflug bis zu Abfangeinsätzen in mehreren tausend Metern Höhe.

Tiefflugstunden mit Kampfflugzeugen (Quelle: LufABw)Größere Abbildung anzeigen

Alleine im Tiefflughöhenband, also bis zu einer Höhe von ca. 500 Metern, wurden 1990 noch 76.600 Flugstunden durch Kampfflugzeuge absolviert. Im Jahr 2016 lag dieser Anteil nur noch bei 826 Stunden. Mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, dem Wegfall der gegenseitigen Bedrohung und der Anpassung der jeweiligen Verteidigungsstrategien, wurde die Zahl militärischer Luftfahrzeuge kontinuierlich reduziert. Damit einhergehend wurden Flugplätze aufgegeben oder in die zivile Nutzung überführt. Heute betreibt die Luftwaffe nur noch zwölf aktive Fliegerhorste mit Kampfflugzeugen, Transportflugzeugen und Hubschraubern, das Heer fünf Flugplätze und die Marine einen. Von den ehemals zehn Luftwaffen-Flugplätzen der Alliierten im Westen Deutschlands werden heute lediglich noch zwei Flugplätze durch die US Air Force betrieben. Dazu kommen noch fünf verbliebene Flugplätze der US Army.

Insgesamt sind aktuell ungefähr 750 militärische Luftfahrzeuge in Deutschland stationiert.
Im Jahr 2016 wurden gemäß Jahresbericht der Deutschen Flugsicherung im deutschen Luftraum 3.108.761 Flugbewegungen erfasst, davon waren 43.973 militärische Flugbewegungen. Der Anteil des militärischen Flugbetriebs am gesamten Flugaufkommen liegt damit bei 1,4 Prozent.

Entwicklung Flugbetrieb (Quelle: LufABw)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 03.07.17


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